Friedchen Charlotte Anna Geißler, 18801887 (aged 7 years)

Name
Friedchen Charlotte Anna /Geißler/
Given names
Friedchen Charlotte Anna
Surname
Geißler
Birth March 31, 1880 32 30
Neukalen
Neukalen

Note: NEUKALEN - ALTE STADT AN NEUEM ORT

NEUKALEN - ALTE STADT AN NEUEM ORT

Nur knapp 30 Zentimeter über dem Ostseespiegel liegt im Norden des mittleren Mecklenburg der große Kummerower See, und aus dem weiten, flachen Acker- und Wiesengelände westlich des Sees ragt der über 500 Jahre alte, massige Kirchturm des Städtchens Neukalen 48 Meter hoch über den Horizont der Niederung. Der 2 Kilometer lange Peenekanal zum Kummerower See mit dem Weiterlauf der Peene zum Kleinen Haff gibt Neukalen im Verkehr auch einen Wasseranschluß. Neukalen will nicht mehr und nicht weniger sagen, als daß das alte Kalen an neuem Orte wieder aufgebaut wurde; doch auch dieser "neue" Ort ist nun schon sehr alt. Kalen, bereits im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt und seit etwa 1220 Stadt mit Mauer, Graben und Burg, wurde 1281 auf Befehl des damaligen Landesherrn um 9 Kilometer südöstlich nach der Stelle verlegt, die bis dahin das Dorf Bugelmast eingenommen hatte, und seit jener Zeit Neukalen genannt. Das alte Kalen sank ins rein Bäuerliche zurück und wurde das Dorf Altkalen. Nur noch das erste Stadtkirchlein, Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut, erinnert hier an die städtische Vergangenheit. Die Stadtkirche von Neukalen entstand zu Beginn des 14. Jahrhunderts als einschiffiger gotischer Ziegelbau in der stattlichen Länge von 40 Meter. Gut 100 Jahre später wurde der hohe Kirchturm gebaut. Noch heute bekundet eine Inschrift das Jahr seiner Fertigstellung: 1439! Vier riesige, in großen Klosterformatsteinen hochgeführte Spitzgiebel mit spätgotischen Blenden, die auf unserem Bild zu erkennen sind, tragen den steilen Turmhelm mit Knopf und Wetterhahn darauf. Nicht immer ruhte, so wie heute, Frieden über der abgelegenen Stadt mit ihren dreieinhalbtausend Einwohnern. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Neukalen 1637 und 1638 schwer verwüstet. Feuersbrünste legten mehrmals große Teile des Ortes in Asche; aus der Zeit von 1346 bis 1844 sind allein zehn solcher Großbrände überliefert. Von Zerstörungen des barbarischen Hitlerkrieges blieb Neukalen verschont. Viele, viele tausend Gäste besuchen alljährlich die "Mecklenburgische Schweiz", zu der außer der Gegend um Teterow und der Umgebung der Reuterstadt Stavenhagen auch das Wasserwandergebiet Malchiner-Kummerower See gehört. Und mancher wird dabei die Gelegenheit nützen, Neukalen, das Landstädtchen an der Kleinen Peene unweit ihrer Mündung in den Kummerower See, zu besuchen. Foto: Heribert Darr, Reichenbach i.V. Text: Reinhard Barby, Feldberg

Baptism May 3, 1880 32 30 (aged 1 month)
Address: ev. St. Johanneskirche, Neukalen
Neukalen - St. Johanneskirche (2017)
Neukalen - St. Johanneskirche (2017)

Note: Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Neukalen

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Neukalen

Die St. Johanneskirche wurde zwischen 1285 und 1290 erbaut und ist Johannes dem Täufer gewidmet. Der Turm der St. Johanneskirche ist 56 Meter hoich. Er wurde nach 1439 vollendet, darauf deutet eine Inschrift an der Westseite des Turmes hin. Die gotische Kirche beindruckt vor allem durch den Altar. Er ist 1610 im Renaissancestil geschaffen und komponiert worden und nimmt fast die gesamte Höhe und Breite der Ostseite der Kirche ein. Dargestellt sind Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus. Die hölzernen Apostelfiguren wurden aus einem früheren Altar übernommen. Von besonderer Bedeutung ist das auf der Kanzelseite zu findende plattdeutsche Glaubensbekenntnis unterhalb der Figuren.

Das jetzige Taufbecken ist 1954 vom Neukalener Steinmetzmeister Heinrich Berendt hergestellt und im Altarraum aufgestellt worden. Die aus Messing bestehende Taufschale ist vor 1858 hergestellt worden und zeigt die Ankündigung der Geburt Jesu an Maria.

Die alten Glocken im Turm aus den Jahren 1583 und 1599 wurden 1918 zu Kriegszwecken enteignet, sie wurden 1929 durch drei neue Eisengussglocken der Firma Schilling und Lattermann ersetzt. Diese sind inzwischen in die Jahre gekommen und müssen, sobald wir das ermöglichen können, ersetzt werden.

Es hat seine Tradition mit dem Stundengeläut. Die zwei kleinen Glocken im Mauerwerk an der Ostseite des Kirchturms zeigten auch früher den Viertel- und den Stundenschlag an. Im Jahr 2008 wurden sie wieder in Betrieb genommen.

20th President of the United States
James A Garfield
March 4, 1881 (aged 11 months)

21st President of the United States
Chester A Arthur
September 19, 1881 (aged 1 year)

Birth of a brotherOtto Louis Martin Geißler
December 3, 1881 (aged 1 year)
Neukalen
Neukalen

Note: NEUKALEN - ALTE STADT AN NEUEM ORT

NEUKALEN - ALTE STADT AN NEUEM ORT

Nur knapp 30 Zentimeter über dem Ostseespiegel liegt im Norden des mittleren Mecklenburg der große Kummerower See, und aus dem weiten, flachen Acker- und Wiesengelände westlich des Sees ragt der über 500 Jahre alte, massige Kirchturm des Städtchens Neukalen 48 Meter hoch über den Horizont der Niederung. Der 2 Kilometer lange Peenekanal zum Kummerower See mit dem Weiterlauf der Peene zum Kleinen Haff gibt Neukalen im Verkehr auch einen Wasseranschluß. Neukalen will nicht mehr und nicht weniger sagen, als daß das alte Kalen an neuem Orte wieder aufgebaut wurde; doch auch dieser "neue" Ort ist nun schon sehr alt. Kalen, bereits im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt und seit etwa 1220 Stadt mit Mauer, Graben und Burg, wurde 1281 auf Befehl des damaligen Landesherrn um 9 Kilometer südöstlich nach der Stelle verlegt, die bis dahin das Dorf Bugelmast eingenommen hatte, und seit jener Zeit Neukalen genannt. Das alte Kalen sank ins rein Bäuerliche zurück und wurde das Dorf Altkalen. Nur noch das erste Stadtkirchlein, Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut, erinnert hier an die städtische Vergangenheit. Die Stadtkirche von Neukalen entstand zu Beginn des 14. Jahrhunderts als einschiffiger gotischer Ziegelbau in der stattlichen Länge von 40 Meter. Gut 100 Jahre später wurde der hohe Kirchturm gebaut. Noch heute bekundet eine Inschrift das Jahr seiner Fertigstellung: 1439! Vier riesige, in großen Klosterformatsteinen hochgeführte Spitzgiebel mit spätgotischen Blenden, die auf unserem Bild zu erkennen sind, tragen den steilen Turmhelm mit Knopf und Wetterhahn darauf. Nicht immer ruhte, so wie heute, Frieden über der abgelegenen Stadt mit ihren dreieinhalbtausend Einwohnern. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Neukalen 1637 und 1638 schwer verwüstet. Feuersbrünste legten mehrmals große Teile des Ortes in Asche; aus der Zeit von 1346 bis 1844 sind allein zehn solcher Großbrände überliefert. Von Zerstörungen des barbarischen Hitlerkrieges blieb Neukalen verschont. Viele, viele tausend Gäste besuchen alljährlich die "Mecklenburgische Schweiz", zu der außer der Gegend um Teterow und der Umgebung der Reuterstadt Stavenhagen auch das Wasserwandergebiet Malchiner-Kummerower See gehört. Und mancher wird dabei die Gelegenheit nützen, Neukalen, das Landstädtchen an der Kleinen Peene unweit ihrer Mündung in den Kummerower See, zu besuchen. Foto: Heribert Darr, Reichenbach i.V. Text: Reinhard Barby, Feldberg

Baptism of a brotherOtto Louis Martin Geißler
December 21, 1881 (aged 1 year)
Address: ev. St. Johanneskirche, Neukalen
Neukalen - St. Johanneskirche (2017)
Neukalen - St. Johanneskirche (2017)

Note: Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Neukalen

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Neukalen

Die St. Johanneskirche wurde zwischen 1285 und 1290 erbaut und ist Johannes dem Täufer gewidmet. Der Turm der St. Johanneskirche ist 56 Meter hoich. Er wurde nach 1439 vollendet, darauf deutet eine Inschrift an der Westseite des Turmes hin. Die gotische Kirche beindruckt vor allem durch den Altar. Er ist 1610 im Renaissancestil geschaffen und komponiert worden und nimmt fast die gesamte Höhe und Breite der Ostseite der Kirche ein. Dargestellt sind Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus. Die hölzernen Apostelfiguren wurden aus einem früheren Altar übernommen. Von besonderer Bedeutung ist das auf der Kanzelseite zu findende plattdeutsche Glaubensbekenntnis unterhalb der Figuren.

Das jetzige Taufbecken ist 1954 vom Neukalener Steinmetzmeister Heinrich Berendt hergestellt und im Altarraum aufgestellt worden. Die aus Messing bestehende Taufschale ist vor 1858 hergestellt worden und zeigt die Ankündigung der Geburt Jesu an Maria.

Die alten Glocken im Turm aus den Jahren 1583 und 1599 wurden 1918 zu Kriegszwecken enteignet, sie wurden 1929 durch drei neue Eisengussglocken der Firma Schilling und Lattermann ersetzt. Diese sind inzwischen in die Jahre gekommen und müssen, sobald wir das ermöglichen können, ersetzt werden.

Es hat seine Tradition mit dem Stundengeläut. Die zwei kleinen Glocken im Mauerwerk an der Ostseite des Kirchturms zeigten auch früher den Viertel- und den Stundenschlag an. Im Jahr 2008 wurden sie wieder in Betrieb genommen.

Birth of a brotherWilhelm Martin Friedrich Geißler
September 17, 1883 (aged 3 years)
Neukalen
Neukalen

Note: NEUKALEN - ALTE STADT AN NEUEM ORT

NEUKALEN - ALTE STADT AN NEUEM ORT

Nur knapp 30 Zentimeter über dem Ostseespiegel liegt im Norden des mittleren Mecklenburg der große Kummerower See, und aus dem weiten, flachen Acker- und Wiesengelände westlich des Sees ragt der über 500 Jahre alte, massige Kirchturm des Städtchens Neukalen 48 Meter hoch über den Horizont der Niederung. Der 2 Kilometer lange Peenekanal zum Kummerower See mit dem Weiterlauf der Peene zum Kleinen Haff gibt Neukalen im Verkehr auch einen Wasseranschluß. Neukalen will nicht mehr und nicht weniger sagen, als daß das alte Kalen an neuem Orte wieder aufgebaut wurde; doch auch dieser "neue" Ort ist nun schon sehr alt. Kalen, bereits im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt und seit etwa 1220 Stadt mit Mauer, Graben und Burg, wurde 1281 auf Befehl des damaligen Landesherrn um 9 Kilometer südöstlich nach der Stelle verlegt, die bis dahin das Dorf Bugelmast eingenommen hatte, und seit jener Zeit Neukalen genannt. Das alte Kalen sank ins rein Bäuerliche zurück und wurde das Dorf Altkalen. Nur noch das erste Stadtkirchlein, Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut, erinnert hier an die städtische Vergangenheit. Die Stadtkirche von Neukalen entstand zu Beginn des 14. Jahrhunderts als einschiffiger gotischer Ziegelbau in der stattlichen Länge von 40 Meter. Gut 100 Jahre später wurde der hohe Kirchturm gebaut. Noch heute bekundet eine Inschrift das Jahr seiner Fertigstellung: 1439! Vier riesige, in großen Klosterformatsteinen hochgeführte Spitzgiebel mit spätgotischen Blenden, die auf unserem Bild zu erkennen sind, tragen den steilen Turmhelm mit Knopf und Wetterhahn darauf. Nicht immer ruhte, so wie heute, Frieden über der abgelegenen Stadt mit ihren dreieinhalbtausend Einwohnern. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Neukalen 1637 und 1638 schwer verwüstet. Feuersbrünste legten mehrmals große Teile des Ortes in Asche; aus der Zeit von 1346 bis 1844 sind allein zehn solcher Großbrände überliefert. Von Zerstörungen des barbarischen Hitlerkrieges blieb Neukalen verschont. Viele, viele tausend Gäste besuchen alljährlich die "Mecklenburgische Schweiz", zu der außer der Gegend um Teterow und der Umgebung der Reuterstadt Stavenhagen auch das Wasserwandergebiet Malchiner-Kummerower See gehört. Und mancher wird dabei die Gelegenheit nützen, Neukalen, das Landstädtchen an der Kleinen Peene unweit ihrer Mündung in den Kummerower See, zu besuchen. Foto: Heribert Darr, Reichenbach i.V. Text: Reinhard Barby, Feldberg

Baptism of a brotherWilhelm Martin Friedrich Geißler
October 4, 1883 (aged 3 years)
Address: ev. St. Johanneskirche, Neukalen
Neukalen - St. Johanneskirche (2017)
Neukalen - St. Johanneskirche (2017)

Note: Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Neukalen

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Neukalen

Die St. Johanneskirche wurde zwischen 1285 und 1290 erbaut und ist Johannes dem Täufer gewidmet. Der Turm der St. Johanneskirche ist 56 Meter hoich. Er wurde nach 1439 vollendet, darauf deutet eine Inschrift an der Westseite des Turmes hin. Die gotische Kirche beindruckt vor allem durch den Altar. Er ist 1610 im Renaissancestil geschaffen und komponiert worden und nimmt fast die gesamte Höhe und Breite der Ostseite der Kirche ein. Dargestellt sind Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus. Die hölzernen Apostelfiguren wurden aus einem früheren Altar übernommen. Von besonderer Bedeutung ist das auf der Kanzelseite zu findende plattdeutsche Glaubensbekenntnis unterhalb der Figuren.

Das jetzige Taufbecken ist 1954 vom Neukalener Steinmetzmeister Heinrich Berendt hergestellt und im Altarraum aufgestellt worden. Die aus Messing bestehende Taufschale ist vor 1858 hergestellt worden und zeigt die Ankündigung der Geburt Jesu an Maria.

Die alten Glocken im Turm aus den Jahren 1583 und 1599 wurden 1918 zu Kriegszwecken enteignet, sie wurden 1929 durch drei neue Eisengussglocken der Firma Schilling und Lattermann ersetzt. Diese sind inzwischen in die Jahre gekommen und müssen, sobald wir das ermöglichen können, ersetzt werden.

Es hat seine Tradition mit dem Stundengeläut. Die zwei kleinen Glocken im Mauerwerk an der Ostseite des Kirchturms zeigten auch früher den Viertel- und den Stundenschlag an. Im Jahr 2008 wurden sie wieder in Betrieb genommen.

22nd President of the United States
Grover Cleveland
March 4, 1885 (aged 4 years)

Death of a sisterMartha Friederika Caroline Geißler
March 23, 1885 (aged 4 years)
Neukalen
Neukalen

Note: NEUKALEN - ALTE STADT AN NEUEM ORT

NEUKALEN - ALTE STADT AN NEUEM ORT

Nur knapp 30 Zentimeter über dem Ostseespiegel liegt im Norden des mittleren Mecklenburg der große Kummerower See, und aus dem weiten, flachen Acker- und Wiesengelände westlich des Sees ragt der über 500 Jahre alte, massige Kirchturm des Städtchens Neukalen 48 Meter hoch über den Horizont der Niederung. Der 2 Kilometer lange Peenekanal zum Kummerower See mit dem Weiterlauf der Peene zum Kleinen Haff gibt Neukalen im Verkehr auch einen Wasseranschluß. Neukalen will nicht mehr und nicht weniger sagen, als daß das alte Kalen an neuem Orte wieder aufgebaut wurde; doch auch dieser "neue" Ort ist nun schon sehr alt. Kalen, bereits im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt und seit etwa 1220 Stadt mit Mauer, Graben und Burg, wurde 1281 auf Befehl des damaligen Landesherrn um 9 Kilometer südöstlich nach der Stelle verlegt, die bis dahin das Dorf Bugelmast eingenommen hatte, und seit jener Zeit Neukalen genannt. Das alte Kalen sank ins rein Bäuerliche zurück und wurde das Dorf Altkalen. Nur noch das erste Stadtkirchlein, Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut, erinnert hier an die städtische Vergangenheit. Die Stadtkirche von Neukalen entstand zu Beginn des 14. Jahrhunderts als einschiffiger gotischer Ziegelbau in der stattlichen Länge von 40 Meter. Gut 100 Jahre später wurde der hohe Kirchturm gebaut. Noch heute bekundet eine Inschrift das Jahr seiner Fertigstellung: 1439! Vier riesige, in großen Klosterformatsteinen hochgeführte Spitzgiebel mit spätgotischen Blenden, die auf unserem Bild zu erkennen sind, tragen den steilen Turmhelm mit Knopf und Wetterhahn darauf. Nicht immer ruhte, so wie heute, Frieden über der abgelegenen Stadt mit ihren dreieinhalbtausend Einwohnern. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Neukalen 1637 und 1638 schwer verwüstet. Feuersbrünste legten mehrmals große Teile des Ortes in Asche; aus der Zeit von 1346 bis 1844 sind allein zehn solcher Großbrände überliefert. Von Zerstörungen des barbarischen Hitlerkrieges blieb Neukalen verschont. Viele, viele tausend Gäste besuchen alljährlich die "Mecklenburgische Schweiz", zu der außer der Gegend um Teterow und der Umgebung der Reuterstadt Stavenhagen auch das Wasserwandergebiet Malchiner-Kummerower See gehört. Und mancher wird dabei die Gelegenheit nützen, Neukalen, das Landstädtchen an der Kleinen Peene unweit ihrer Mündung in den Kummerower See, zu besuchen. Foto: Heribert Darr, Reichenbach i.V. Text: Reinhard Barby, Feldberg

Burial of a sisterMartha Friederika Caroline Geißler
March 26, 1885 (aged 4 years)
Neukalen - St. Johanneskirche (2017)
Neukalen - St. Johanneskirche (2017)

Note: Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Neukalen

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Neukalen

Die St. Johanneskirche wurde zwischen 1285 und 1290 erbaut und ist Johannes dem Täufer gewidmet. Der Turm der St. Johanneskirche ist 56 Meter hoich. Er wurde nach 1439 vollendet, darauf deutet eine Inschrift an der Westseite des Turmes hin. Die gotische Kirche beindruckt vor allem durch den Altar. Er ist 1610 im Renaissancestil geschaffen und komponiert worden und nimmt fast die gesamte Höhe und Breite der Ostseite der Kirche ein. Dargestellt sind Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus. Die hölzernen Apostelfiguren wurden aus einem früheren Altar übernommen. Von besonderer Bedeutung ist das auf der Kanzelseite zu findende plattdeutsche Glaubensbekenntnis unterhalb der Figuren.

Das jetzige Taufbecken ist 1954 vom Neukalener Steinmetzmeister Heinrich Berendt hergestellt und im Altarraum aufgestellt worden. Die aus Messing bestehende Taufschale ist vor 1858 hergestellt worden und zeigt die Ankündigung der Geburt Jesu an Maria.

Die alten Glocken im Turm aus den Jahren 1583 und 1599 wurden 1918 zu Kriegszwecken enteignet, sie wurden 1929 durch drei neue Eisengussglocken der Firma Schilling und Lattermann ersetzt. Diese sind inzwischen in die Jahre gekommen und müssen, sobald wir das ermöglichen können, ersetzt werden.

Es hat seine Tradition mit dem Stundengeläut. Die zwei kleinen Glocken im Mauerwerk an der Ostseite des Kirchturms zeigten auch früher den Viertel- und den Stundenschlag an. Im Jahr 2008 wurden sie wieder in Betrieb genommen.

Birth of a brotherPaul Ernst Martin Geißler
March 9, 1886 (aged 5 years)
Baptism of a brotherPaul Ernst Martin Geißler
April 1, 1886 (aged 6 years)
Address: ev. St. Johanneskirche, Neukalen
Religion: evangelisch
Neukalen - St. Johanneskirche (2017)
Neukalen - St. Johanneskirche (2017)

Note: Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Neukalen

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Neukalen

Die St. Johanneskirche wurde zwischen 1285 und 1290 erbaut und ist Johannes dem Täufer gewidmet. Der Turm der St. Johanneskirche ist 56 Meter hoich. Er wurde nach 1439 vollendet, darauf deutet eine Inschrift an der Westseite des Turmes hin. Die gotische Kirche beindruckt vor allem durch den Altar. Er ist 1610 im Renaissancestil geschaffen und komponiert worden und nimmt fast die gesamte Höhe und Breite der Ostseite der Kirche ein. Dargestellt sind Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus. Die hölzernen Apostelfiguren wurden aus einem früheren Altar übernommen. Von besonderer Bedeutung ist das auf der Kanzelseite zu findende plattdeutsche Glaubensbekenntnis unterhalb der Figuren.

Das jetzige Taufbecken ist 1954 vom Neukalener Steinmetzmeister Heinrich Berendt hergestellt und im Altarraum aufgestellt worden. Die aus Messing bestehende Taufschale ist vor 1858 hergestellt worden und zeigt die Ankündigung der Geburt Jesu an Maria.

Die alten Glocken im Turm aus den Jahren 1583 und 1599 wurden 1918 zu Kriegszwecken enteignet, sie wurden 1929 durch drei neue Eisengussglocken der Firma Schilling und Lattermann ersetzt. Diese sind inzwischen in die Jahre gekommen und müssen, sobald wir das ermöglichen können, ersetzt werden.

Es hat seine Tradition mit dem Stundengeläut. Die zwei kleinen Glocken im Mauerwerk an der Ostseite des Kirchturms zeigten auch früher den Viertel- und den Stundenschlag an. Im Jahr 2008 wurden sie wieder in Betrieb genommen.

Death June 1, 1887 (aged 7 years)
Cause of death: Diphtherie
Neukalen
Neukalen

Note: NEUKALEN - ALTE STADT AN NEUEM ORT

NEUKALEN - ALTE STADT AN NEUEM ORT

Nur knapp 30 Zentimeter über dem Ostseespiegel liegt im Norden des mittleren Mecklenburg der große Kummerower See, und aus dem weiten, flachen Acker- und Wiesengelände westlich des Sees ragt der über 500 Jahre alte, massige Kirchturm des Städtchens Neukalen 48 Meter hoch über den Horizont der Niederung. Der 2 Kilometer lange Peenekanal zum Kummerower See mit dem Weiterlauf der Peene zum Kleinen Haff gibt Neukalen im Verkehr auch einen Wasseranschluß. Neukalen will nicht mehr und nicht weniger sagen, als daß das alte Kalen an neuem Orte wieder aufgebaut wurde; doch auch dieser "neue" Ort ist nun schon sehr alt. Kalen, bereits im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt und seit etwa 1220 Stadt mit Mauer, Graben und Burg, wurde 1281 auf Befehl des damaligen Landesherrn um 9 Kilometer südöstlich nach der Stelle verlegt, die bis dahin das Dorf Bugelmast eingenommen hatte, und seit jener Zeit Neukalen genannt. Das alte Kalen sank ins rein Bäuerliche zurück und wurde das Dorf Altkalen. Nur noch das erste Stadtkirchlein, Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut, erinnert hier an die städtische Vergangenheit. Die Stadtkirche von Neukalen entstand zu Beginn des 14. Jahrhunderts als einschiffiger gotischer Ziegelbau in der stattlichen Länge von 40 Meter. Gut 100 Jahre später wurde der hohe Kirchturm gebaut. Noch heute bekundet eine Inschrift das Jahr seiner Fertigstellung: 1439! Vier riesige, in großen Klosterformatsteinen hochgeführte Spitzgiebel mit spätgotischen Blenden, die auf unserem Bild zu erkennen sind, tragen den steilen Turmhelm mit Knopf und Wetterhahn darauf. Nicht immer ruhte, so wie heute, Frieden über der abgelegenen Stadt mit ihren dreieinhalbtausend Einwohnern. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Neukalen 1637 und 1638 schwer verwüstet. Feuersbrünste legten mehrmals große Teile des Ortes in Asche; aus der Zeit von 1346 bis 1844 sind allein zehn solcher Großbrände überliefert. Von Zerstörungen des barbarischen Hitlerkrieges blieb Neukalen verschont. Viele, viele tausend Gäste besuchen alljährlich die "Mecklenburgische Schweiz", zu der außer der Gegend um Teterow und der Umgebung der Reuterstadt Stavenhagen auch das Wasserwandergebiet Malchiner-Kummerower See gehört. Und mancher wird dabei die Gelegenheit nützen, Neukalen, das Landstädtchen an der Kleinen Peene unweit ihrer Mündung in den Kummerower See, zu besuchen. Foto: Heribert Darr, Reichenbach i.V. Text: Reinhard Barby, Feldberg

Burial June 3, 1887 (2 days after death)
Neukalen - St. Johanneskirche (2017)
Neukalen - St. Johanneskirche (2017)

Note: Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Neukalen

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Neukalen

Die St. Johanneskirche wurde zwischen 1285 und 1290 erbaut und ist Johannes dem Täufer gewidmet. Der Turm der St. Johanneskirche ist 56 Meter hoich. Er wurde nach 1439 vollendet, darauf deutet eine Inschrift an der Westseite des Turmes hin. Die gotische Kirche beindruckt vor allem durch den Altar. Er ist 1610 im Renaissancestil geschaffen und komponiert worden und nimmt fast die gesamte Höhe und Breite der Ostseite der Kirche ein. Dargestellt sind Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus. Die hölzernen Apostelfiguren wurden aus einem früheren Altar übernommen. Von besonderer Bedeutung ist das auf der Kanzelseite zu findende plattdeutsche Glaubensbekenntnis unterhalb der Figuren.

Das jetzige Taufbecken ist 1954 vom Neukalener Steinmetzmeister Heinrich Berendt hergestellt und im Altarraum aufgestellt worden. Die aus Messing bestehende Taufschale ist vor 1858 hergestellt worden und zeigt die Ankündigung der Geburt Jesu an Maria.

Die alten Glocken im Turm aus den Jahren 1583 und 1599 wurden 1918 zu Kriegszwecken enteignet, sie wurden 1929 durch drei neue Eisengussglocken der Firma Schilling und Lattermann ersetzt. Diese sind inzwischen in die Jahre gekommen und müssen, sobald wir das ermöglichen können, ersetzt werden.

Es hat seine Tradition mit dem Stundengeläut. Die zwei kleinen Glocken im Mauerwerk an der Ostseite des Kirchturms zeigten auch früher den Viertel- und den Stundenschlag an. Im Jahr 2008 wurden sie wieder in Betrieb genommen.

Family with parents
father
Carl Geißler
18471932
Birth: July 31, 1847 48 45Neukalen, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Death: September 27, 1932Hamburg, Hamburg, Deutschland
mother
Luise Awe
18491929
Birth: November 25, 1849 34 23Dargun, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Death: November 21, 1929Hamburg, Hamburg, Deutschland
Marriage MarriageOctober 2, 1874Neukalen, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
10 months
elder sister
18751885
Birth: July 24, 1875 27 25Neukalen, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Death: March 23, 1885Neukalen, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
16 months
elder brother
Carl Louis Friedrich Emil Geißler
18761917
Birth: November 19, 1876 29 26Neukalen, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Death: May 25, 1917km 35, Municipality of Prilep, Macedonia
14 months
elder sister
Hedwig Doris Emma Geißler
18781964
Birth: January 5, 1878 30 28Neukalen, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Death: August 24, 1964Sande, Niedersachsen, Deutschland
2 years
herself
18801887
Birth: March 31, 1880 32 30Neukalen, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Death: June 1, 1887Neukalen, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
20 months
younger brother
Otto Louis Martin Geißler
18811917
Birth: December 3, 1881 34 32Neukalen, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Death: February 28, 1917Bréxent-Énocq, Nord-Pas-de-Calais, France
22 months
younger brother
1883
Birth: September 17, 1883 36 33Neukalen, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Death:
3 years
younger brother
18861956
Birth: March 9, 1886 38 36Neukalen, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Death: January 16, 1956Ulzburg, Schleswig-Holstein, Deutschland
21 months
younger sister
18871890
Birth: December 3, 1887 40 38Neukalen, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Death: July 17, 1890Neukalen, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
19 months
younger sister
Ida Marie Dorothea Geißler
1889
Birth: June 15, 1889 41 39Neukalen, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Death:
4 years
younger sister
Johanne Luise Marie Geißler
18931976
Birth: June 17, 1893 45 43Neukalen, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Death: July 4, 1976Hamburg, Hamburg, Deutschland
Birth
Note: NEUKALEN - ALTE STADT AN NEUEM ORT

NEUKALEN - ALTE STADT AN NEUEM ORT

Nur knapp 30 Zentimeter über dem Ostseespiegel liegt im Norden des mittleren Mecklenburg der große Kummerower See, und aus dem weiten, flachen Acker- und Wiesengelände westlich des Sees ragt der über 500 Jahre alte, massige Kirchturm des Städtchens Neukalen 48 Meter hoch über den Horizont der Niederung. Der 2 Kilometer lange Peenekanal zum Kummerower See mit dem Weiterlauf der Peene zum Kleinen Haff gibt Neukalen im Verkehr auch einen Wasseranschluß. Neukalen will nicht mehr und nicht weniger sagen, als daß das alte Kalen an neuem Orte wieder aufgebaut wurde; doch auch dieser "neue" Ort ist nun schon sehr alt. Kalen, bereits im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt und seit etwa 1220 Stadt mit Mauer, Graben und Burg, wurde 1281 auf Befehl des damaligen Landesherrn um 9 Kilometer südöstlich nach der Stelle verlegt, die bis dahin das Dorf Bugelmast eingenommen hatte, und seit jener Zeit Neukalen genannt. Das alte Kalen sank ins rein Bäuerliche zurück und wurde das Dorf Altkalen. Nur noch das erste Stadtkirchlein, Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut, erinnert hier an die städtische Vergangenheit. Die Stadtkirche von Neukalen entstand zu Beginn des 14. Jahrhunderts als einschiffiger gotischer Ziegelbau in der stattlichen Länge von 40 Meter. Gut 100 Jahre später wurde der hohe Kirchturm gebaut. Noch heute bekundet eine Inschrift das Jahr seiner Fertigstellung: 1439! Vier riesige, in großen Klosterformatsteinen hochgeführte Spitzgiebel mit spätgotischen Blenden, die auf unserem Bild zu erkennen sind, tragen den steilen Turmhelm mit Knopf und Wetterhahn darauf. Nicht immer ruhte, so wie heute, Frieden über der abgelegenen Stadt mit ihren dreieinhalbtausend Einwohnern. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Neukalen 1637 und 1638 schwer verwüstet. Feuersbrünste legten mehrmals große Teile des Ortes in Asche; aus der Zeit von 1346 bis 1844 sind allein zehn solcher Großbrände überliefert. Von Zerstörungen des barbarischen Hitlerkrieges blieb Neukalen verschont. Viele, viele tausend Gäste besuchen alljährlich die "Mecklenburgische Schweiz", zu der außer der Gegend um Teterow und der Umgebung der Reuterstadt Stavenhagen auch das Wasserwandergebiet Malchiner-Kummerower See gehört. Und mancher wird dabei die Gelegenheit nützen, Neukalen, das Landstädtchen an der Kleinen Peene unweit ihrer Mündung in den Kummerower See, zu besuchen. Foto: Heribert Darr, Reichenbach i.V. Text: Reinhard Barby, Feldberg

Baptism
Note: Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Neukalen

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Neukalen

Die St. Johanneskirche wurde zwischen 1285 und 1290 erbaut und ist Johannes dem Täufer gewidmet. Der Turm der St. Johanneskirche ist 56 Meter hoich. Er wurde nach 1439 vollendet, darauf deutet eine Inschrift an der Westseite des Turmes hin. Die gotische Kirche beindruckt vor allem durch den Altar. Er ist 1610 im Renaissancestil geschaffen und komponiert worden und nimmt fast die gesamte Höhe und Breite der Ostseite der Kirche ein. Dargestellt sind Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus. Die hölzernen Apostelfiguren wurden aus einem früheren Altar übernommen. Von besonderer Bedeutung ist das auf der Kanzelseite zu findende plattdeutsche Glaubensbekenntnis unterhalb der Figuren.

Das jetzige Taufbecken ist 1954 vom Neukalener Steinmetzmeister Heinrich Berendt hergestellt und im Altarraum aufgestellt worden. Die aus Messing bestehende Taufschale ist vor 1858 hergestellt worden und zeigt die Ankündigung der Geburt Jesu an Maria.

Die alten Glocken im Turm aus den Jahren 1583 und 1599 wurden 1918 zu Kriegszwecken enteignet, sie wurden 1929 durch drei neue Eisengussglocken der Firma Schilling und Lattermann ersetzt. Diese sind inzwischen in die Jahre gekommen und müssen, sobald wir das ermöglichen können, ersetzt werden.

Es hat seine Tradition mit dem Stundengeläut. Die zwei kleinen Glocken im Mauerwerk an der Ostseite des Kirchturms zeigten auch früher den Viertel- und den Stundenschlag an. Im Jahr 2008 wurden sie wieder in Betrieb genommen.

Death
Note: NEUKALEN - ALTE STADT AN NEUEM ORT

NEUKALEN - ALTE STADT AN NEUEM ORT

Nur knapp 30 Zentimeter über dem Ostseespiegel liegt im Norden des mittleren Mecklenburg der große Kummerower See, und aus dem weiten, flachen Acker- und Wiesengelände westlich des Sees ragt der über 500 Jahre alte, massige Kirchturm des Städtchens Neukalen 48 Meter hoch über den Horizont der Niederung. Der 2 Kilometer lange Peenekanal zum Kummerower See mit dem Weiterlauf der Peene zum Kleinen Haff gibt Neukalen im Verkehr auch einen Wasseranschluß. Neukalen will nicht mehr und nicht weniger sagen, als daß das alte Kalen an neuem Orte wieder aufgebaut wurde; doch auch dieser "neue" Ort ist nun schon sehr alt. Kalen, bereits im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt und seit etwa 1220 Stadt mit Mauer, Graben und Burg, wurde 1281 auf Befehl des damaligen Landesherrn um 9 Kilometer südöstlich nach der Stelle verlegt, die bis dahin das Dorf Bugelmast eingenommen hatte, und seit jener Zeit Neukalen genannt. Das alte Kalen sank ins rein Bäuerliche zurück und wurde das Dorf Altkalen. Nur noch das erste Stadtkirchlein, Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut, erinnert hier an die städtische Vergangenheit. Die Stadtkirche von Neukalen entstand zu Beginn des 14. Jahrhunderts als einschiffiger gotischer Ziegelbau in der stattlichen Länge von 40 Meter. Gut 100 Jahre später wurde der hohe Kirchturm gebaut. Noch heute bekundet eine Inschrift das Jahr seiner Fertigstellung: 1439! Vier riesige, in großen Klosterformatsteinen hochgeführte Spitzgiebel mit spätgotischen Blenden, die auf unserem Bild zu erkennen sind, tragen den steilen Turmhelm mit Knopf und Wetterhahn darauf. Nicht immer ruhte, so wie heute, Frieden über der abgelegenen Stadt mit ihren dreieinhalbtausend Einwohnern. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Neukalen 1637 und 1638 schwer verwüstet. Feuersbrünste legten mehrmals große Teile des Ortes in Asche; aus der Zeit von 1346 bis 1844 sind allein zehn solcher Großbrände überliefert. Von Zerstörungen des barbarischen Hitlerkrieges blieb Neukalen verschont. Viele, viele tausend Gäste besuchen alljährlich die "Mecklenburgische Schweiz", zu der außer der Gegend um Teterow und der Umgebung der Reuterstadt Stavenhagen auch das Wasserwandergebiet Malchiner-Kummerower See gehört. Und mancher wird dabei die Gelegenheit nützen, Neukalen, das Landstädtchen an der Kleinen Peene unweit ihrer Mündung in den Kummerower See, zu besuchen. Foto: Heribert Darr, Reichenbach i.V. Text: Reinhard Barby, Feldberg

Burial
Note: Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Neukalen

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Neukalen

Die St. Johanneskirche wurde zwischen 1285 und 1290 erbaut und ist Johannes dem Täufer gewidmet. Der Turm der St. Johanneskirche ist 56 Meter hoich. Er wurde nach 1439 vollendet, darauf deutet eine Inschrift an der Westseite des Turmes hin. Die gotische Kirche beindruckt vor allem durch den Altar. Er ist 1610 im Renaissancestil geschaffen und komponiert worden und nimmt fast die gesamte Höhe und Breite der Ostseite der Kirche ein. Dargestellt sind Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus. Die hölzernen Apostelfiguren wurden aus einem früheren Altar übernommen. Von besonderer Bedeutung ist das auf der Kanzelseite zu findende plattdeutsche Glaubensbekenntnis unterhalb der Figuren.

Das jetzige Taufbecken ist 1954 vom Neukalener Steinmetzmeister Heinrich Berendt hergestellt und im Altarraum aufgestellt worden. Die aus Messing bestehende Taufschale ist vor 1858 hergestellt worden und zeigt die Ankündigung der Geburt Jesu an Maria.

Die alten Glocken im Turm aus den Jahren 1583 und 1599 wurden 1918 zu Kriegszwecken enteignet, sie wurden 1929 durch drei neue Eisengussglocken der Firma Schilling und Lattermann ersetzt. Diese sind inzwischen in die Jahre gekommen und müssen, sobald wir das ermöglichen können, ersetzt werden.

Es hat seine Tradition mit dem Stundengeläut. Die zwei kleinen Glocken im Mauerwerk an der Ostseite des Kirchturms zeigten auch früher den Viertel- und den Stundenschlag an. Im Jahr 2008 wurden sie wieder in Betrieb genommen.